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Chronisch-lymphatische Leukämie > Grundlagen
  Chronisch-lymphatische Leukämie: Was ist das?
 
 
Die Chronisch-lymphatische Leukämie, auch indolentes/niedrig malignes B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom genannt, entsteht aus entarteten B-Vorläuferzellen, die sich im lymphatischen System - vorzugsweise im Knochenmark, in den Lymphknoten und in der Milz - ansammeln und zusätzlich auch ins Blut ausgeschwemmt werden.

Damit gehört die Chronisch-lymphatische Leukämie streng genommen zu zwei Krankheitsgruppen: zu den Non-Hodgkin-Lymphomen, weil es sich um eine Erkrankung des lymphatischen Systems handelt und zu den Leukämien, weil eine Unterklasse weißer Blutkörperchen - eben die entarteten B-Vorläuferzellen -  im Blut nachweisbar ist.

Häufigste Leukämieform bei Erwachsenen

Die Chronisch-lymphatische Leukämie ist in den westlichen Ländern mit etwa einem Drittel aller Fälle die häufigste Leukämieform des Erwachsenenalters. Sie setzt meist schleichend ein und hat einen lang andauernden Verlauf. Statistisch betrachtet erkranken jährlich etwa drei von 100.000 Menschen in Deutschland. Betroffen sind Frauen und Männer im höheren Lebensalter. Männer erkranken etwa doppelt so häufig wie Frauen. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Patienten mit einer Chronisch-lymphatischen Leukämie deutlich an.

Müdigkeit, Infekte, Blutungen ...

Durch die beeinträchtigte Blutzellbildung im Knochenmark kommt es zum Mangel an roten und intakten weißen Blutkörperchen sowie an Blutplättchen. Patienten mit Chronisch-lymphatischer Leukämie sind deshalb besonders infektanfällig, d. h. ein einfacher Schnupfen kann bei ihnen zu einer bedrohlichen Infektionserkrankung werden. Eine ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Zahnfleisch- oder Nasenbluten kommen ebenfalls häufig vor.

Mit Medikamenten und Strahlen gegen die Beschwerden

Ein Fortschreiten der Erkrankung lässt sich mit Medikamenten und Strahlenbehandlung verlangsamen. Dabei werden beispielsweise herkömmliche Chemotherapien oder Hochdosis-Chemotherapien mit Stammzellgabe eingesetzt.

Übersicht: Chronisch-lymphatische Leukämie

Beschwerden: Vergrößerte Lymphknoten, Müdigkeit durch einen Mangel an roten Blutkörperchen, Übelkeit und Erbrechen, häufige Infekte und erhöhte Blutungsneigung
Typische Zeichen:

Bei Vorliegen der drei folgenden Zeichen ist von einer Chronisch-lymphatischen Leukämie auszugehen:

  1. Anhaltend erhöhte Anzahl an Lymphozyten von mehr als 5000 pro Mikroliter Blut
  2. Für B-Zellen einer Chronisch-lymphatischen Leukämie typisches Muster an Eiweißen auf der Zelloberfläche
  3. Man findet nur eine von zwei möglichen Klassen leichter Ketten von Antikörpern (Leichtkettenrestriktion)
Behandlung: Chemotherapie, Hochdosis-Chemotherapie mit Stammzellgabe, Strahlenbehandlung, Immunbehandlung, Behandlung der begleitenden Beschwerden
Aussichten: Meist keine Heilung möglich, aber eine Verlangsamung des Krankheitsprozesses, Antikörperbehandlung kann Heilung ermöglichen

 

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Kombinations-
behandlungen
mit verschiedenen Medikamenten, die sich bereits alleine oder in Kombination mit anderen Substanzen bewährt haben, sollen dazu beitragen, dass die Wirkungen gegen die Krebszellen sich addieren, die verschiedenen unerwünschten Wirkungen aber möglichst gering ausfallen.
 
Kombinationstherapie
 
Eine Immun-
behandlung
 mit Antikörpern bietet eine Chance auf Heilung.
 
Chance auf Heilung
 
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Die Chronisch Lymphatische Leukämie (CLL) entsteht aus zu Krebszellen entarteten weißen Blutkörperchen einer bestimmten Klasse. Anders als bei allen anderen Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) werden diese entarteten B-Vorläuferzellen auch ins Blut ausgeschwemmt. Die CLL gehört damit sowohl zu den NHL als auch zu den Leukämien.
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