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Non-Hodgkin-Lymphome > Diagnose
  Diagnose: Feststellung der Erkrankung
 
 
Wenn der Verdacht auf ein Non-Hodgkin-Lymphom besteht, sind vergleichsweise umfangreiche Untersuchungen notwendig. Zunächst geht es darum, die Diagnose abzusichern; darüber hinaus muss festgestellt werden, wie weit sich die Krankheit bereits ausgebreitet hat. Die typischen im Rahmen der Diagnostik zu absolvierenden Untersuchungen sind folgende:

Anamnese: Zunächst bespricht der Arzt mit dem Patienten aktuelle Beschwerden, er fragt unter anderem nach den B-Symptomen: nächtliche Schweißausbrüche, ein Gewichtsverlust von mehr als 10 % des Körpergewichts innderhalb eines halben Jahres, Fieber über 38 °C und ständige Müdigkeit. Er möchte auch wissen, wie schnell sich die Lymphknotenvergrößerungen entwickelt haben und wie lange sie bereits andauern.

Körperliche Untersuchung: Der Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung aller lymphatischen Gewebe. Neben den Lymphknoten gehören dazu vor allem die Mandeln im Nasen-Rachen-Raum sowie die Milz. Auch die Leber wird routinemäßig abgetastet.

Differenzialblutbild: Blut wird aus der Vene entnommen. Unter dem Mikroskop werden die verschiedenen Blutzellen ausgezählt. Besonders wichtig ist das Mengenverhältnis der unterschiedlichen weißen Blutkörperchen zueinander. Dadurch lässt sich beispielsweise feststellen, ob der Patient an einem B- oder an einem T-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom leidet.

"Großes Labor": So nennen Mediziner die labortechnische Untersuchung von Blut, Blutbestandteilen, Urin, Stuhl und anderen Körperflüssigkeiten. Im Blut werden anders als beim Differenzialblutbild nicht nur die Blutkörperchen ausgezählt. Der wässrige Anteil des Blutes enthält auch viele Substanzen, deren Vorkommen und Menge Rückschlüsse auf die Funktion von Herz, Nieren und anderen Organen zulassen.

Mikroskopische Untersuchungen: Für die sichere Diagnose eines Non-Hodgkin-Lymphoms muss lymphatisches Gewebe unter dem Mikroskop untersucht werden. Zur Gewinnung des Materials wird ein oberflächlich gelegener Lymphknoten durch einen kleinen Hautschnitt entfernt (Lymphknotenbiopsie) und dann feingeweblich untersucht. Auf dieselbe Weise wird mit Knochenmarksproben aus den Beckenkammknochen verfahren (Knochenmarksbiopsie). In den Proben sucht man dann nach geschädigten B- oder T-Zellen.

Untersuchung mit Antikörpern: Geschädigte Zellen lassen sich nicht nur mit dem Mikroskop finden. Sehr viel feinere Instrumente sind im Labor hergestellte Antikörper, mit denen sich einzelne Strukturen auf der Außenseite der Zelle identifizieren lassen. Die Antikörper werden so präpariert, dass sie genau die gesuchten Zellen auffinden.

Untersuchung des Erbmaterials: Die konkrete Veränderung im Erbgut von B- oder T-Zellen, die letztlich für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich ist, lässt sich mit so genannten zytogenetischen Methoden identifizieren. Unser Erbgut ist in jeder Zelle auf 23 verschiedenen so genannten Chromosomen untergebracht. Jedes Chromosom besteht im Prinzip aus einer langen Bausteinkette, auf der die Erbinformationen gespeichert sind. Entscheidend für die Kodierung der Information ist die Reihenfolge der Bausteine in der Kette. Veränderungen in der Bausteinkette lassen sich mittlerweile in spezialisierten Labors untersuchen.

Bildgebende Verfahren: Das betroffene Lymphknotengebiet, der Bauchraum und der Brustkorb werden meist mit Hilfe von Ultraschall, Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie (NMR) untersucht, um möglichst genau feststellen zu können, wie weit sich die Erkrankung ausgebreitet hat. Zur Prüfung des Skeletts auf Tumorbefall wird die Skelettszintigraphie eingesetzt. Die zuvor injizierten radioaktiv markierten Substanzen reichern sich in Tumorgewebe an und können dann im Szintigramm dargestellt werden. Den Befall von Lymphknoten im Bauchraum prüfen Ärzte anhand spezieller Röntgenbilder der Lymphbahnen (Lymphangiographie). Sie lassen sich erst dann anfertigen, wenn dem Patienten zuvor ein Kontrastmittel injiziert worden ist.

 

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